Der C-HR ist mein erster Hybrid. Ich habe mich aber schon seit etwa drei Jahren in den Foren informiert, hauptsächlich bei Pruisfreunden.
Deswegen wusste ich, dass es mit HSD keine guten Verbrauchswerte bei extremen Kurzstrecken (<5 km) und bei hohen Autobahngeschwindigkeiten erreichen kann. Auch in der kalten Jahreszeit werden die Verbräuche steigen.
Meine bisherige Fahrpraxis der ersten drei Monate bestätigt das. Meine Arbeitsstrecke ist 12 km lang und geht durch Stadt, Schnellstraße und Stadtautobahn mit Tempobegrenzung auf 80 km/h. Hier kann ich bei momentanen Temperaturen Werte, laut Bordcomputer, von 3,7 bis 4,2 l/100km erreichen. Also ist die Strecke gut geeignet.
Auf der Autobahn mit Tempo 130 verbraucht der C-HR 5,1 bis 5,3 Liter. Hier sinken die Verbrauchvorteile von einem Hybrid.
Auch die besondere Fahrweise für einen Hybrid – pulse and glide- übe ich noch. Bei der wird es zügig beschleunigt und dann, durch wegnehmen des Gaspedals, die Geschwindigkeit mit kleinerem Energieaufwand beibehalten. Die fortgeschrittene Hybridfahrer bevorzugen freies Ausrollen der Rekuperation, weil die Umwandlung der kinetischen Energie in elektrische 20 % Verluste beinhaltet. Deswegen wird durch exakte Gaspedalstellung ein Zustand auf dem Energiemonitor angesteuert, bei dem keine Pfeile von und zu Akku angezeigt werden. Hier wird die Geschwindigkeit beim Ausrollen immer kleiner, so dass dann wieder Beschleunigt wird. Und das immer wieder.
Ich als Hybridneuling, finde das extrem schwierig diesen flusslosen Zustand mit dem Gaspedal zu treffen. Der Grat an dem es funktioniert ist extrem schmal. Habe aber gemerkt, dass es deutliche Vorteile bringt, wenn man zügig beschleunigt und dann durch Wegnehmen von Gas den „virtuellen“ Gang oder zwei hochschalten lässt. Auch wenn man dabei keinen „neutralen“ Energiefluss erreicht, stimmt der Verbrauch und man ist kein Verkehrshindernis.
Ich meide auf den hügeligen Straßen den Eco-Mode. Es heißt zwar, dass nur die Kennlinie des Gaspedales dabei flacher wird. Mein Empfinden ist, dass sich dabei die Getriebeübersetzung zu langsam verändert und man fährt den Berg hoch mit einem zu hohem Gang ohne Antriebsreserven.
Mein Durchschnittsverbrauch laut BC auf ca. 3800 km liegt bei 4,9 l/100 km. Der reale Verbrauch laut Spritmonitor liegt im Moment bei 5,3 l/100 km, wobei der letzte Tank eine leichte Verbesserung bringen sollte.
Hat schon jemand die besondere Fahrweise entwickelt und möchte darüber berichten?