Beiträge von Micha65

    Ottili

    Ich habe den Thread mal überflogen und in Beitrag #78 von EarlGrey folgendes gefunden.


    Toyota Dokument:

    • Grundsteuerung
      • Steuert die Ausgangsspannung der Gleichstromwandlereinheit in Abhängigkeit von Änderungen im Soll-SOC, um den SOC der Zusatzbatterie zu ändern und so den Stromverbrauch zu reduzieren.
    • Konstantspannungsregelung
      • In den folgenden Situationen, wird die Grundsteuerung vorübergehend aufgehoben und die Konstantspannungsregelung wird durchgeführt.
        • Eine gewisse Zeit ist nach dem Einschalten des Zündschalters (READY) vergangen
          • Um die durch einen Fremdstrom verbrauchte Elektrizität bei ausgeschaltetem Zündschalter auszugleichen, wird für eine bestimmte Zeit nach Einschalten des Zündschalters (READY) Konstantspannungsregelung durchgeführt.
        • Stabiler Betrieb bestimmter elektrischer Komponenten ist erforderlich
          • Der Zustand bestimmter elektrischer Komponenten wird überwacht, Grundsteuerung wird vorübergehen abgebrochen und Konstantspannungsregelung wird durchgeführt, wenn das System erkennt, dass der Betrieb der elektrischen Komponenten instabil werden könnte.
    • Stabile Verwendung der Zusatzbatterie
      • Konstantspannungsregelung wird durchgeführt und die Zusatzbatterie wird alle 20 Fahrstunden vollständig geladen, um eine Verschlechterung der Elektrodenplatten durch Sulfatierung zu minimieren
      • Konstantspannungsregelung wird durchgeführt, wenn der SOC der Zusatzbatterie niedrig ist oder die Temperatur der Zusatzbatterie hoch/niedrig ist, um eine Verschlechterung der Zusatzbatterie zu minimieren.

    Ende Toyota Dokument



    Der Grundgedanke der Regelungsstrategie ist ja erstmal nicht verkehrt, aber nur unter optimalen Bedingungen und einer einwandfreien Batterie.

    Und da es seltenst optimale Bedingungen gibt und der ein oder andere das Fahrzeug schon mit einer vorgeschädigten Batterie kauft kann das nicht funktionieren.

    Das Problem liegt bei der Grundsteuerung. Dort wird der SOC in die Knie gedrückt. Das wird seitens Toyota zu gunsten der Hybrid-Architektur billigend in Kauf genommen.

    Die Konstantspannungsregelung ist da ehr unproblematisch. Eigentlich dürfte in den Wintermonaten bei Temperaturen <10°C keine Batterie sterben da dort fast ausschließlich

    in Konstantspannungsregelung geladen wird.

    Auch der Verzicht auf den IBS-Sensor zwingt das System in die Konstantspannungsregelung, die eigentlich ja keine Regelung mehr ist. Es wird eine feste Spannung an die Batterie

    angelegt und der Ladestrom ergibt sich automatisch. Bei voller Batterie geht dieser gegen 0A.

    Hier mal wieder ein nützlicher Tip um eure Batterie am Start zu halten.

    Vor geraumer Zeit habe ich mich mal bei dem Dr. Webber in den USA über seinen YouTube Kanal rumgedrückt und wurde dann von einem Neuseeländer und einem Amerikaner kontaktiert die meine Erfahrungen 1:1 teilten. Es gab da etwas Schriftverkehr bei dem ein hilfreicher Tipp heraus kam.

    "Klemm einfach den IBS-Sensor an der Batterie ab"

    Ich hab mich dann im Netz auf die Suche gemacht und bin tatsächlich fündig geworden.

    Hier mal die beiden Links in das Forum und auf den Bericht. Den Bericht gibt es nur in Englisch und ist größer wie 1MB. (Kann hier also nicht hochgeladen werden)

    Wer Interesse an der Deutschen Version hat kann sich gerne bei mir über PN melden. Ich habe ein deutsches PDF-File.

    Forum

    Bericht


    Hier noch ein kleiner Auszug.


    Lösung 1: Scheinwerfer einschalten

    Der Nutzer „XXXX“ stellte fest:

    Wenn die Scheinwerfer während der Fahrt eingeschaltet sind (Abblend- oder Standlicht, nicht nur Tagfahrlicht), steigt die Ladespannung dauerhaft auf etwa 14,1 V.

    Das gilt sowohl im Auto- als auch im manuellen Lichtmodus.

    Vorteile:

    • Keine technische Modifikation notwendig

    Nachteile:

    • Man muss bei jeder Fahrt daran denken
    • Vergisst man das Ausschalten, droht eine entladene Batterie

    Empfehlung:

    Mit einem Batteriemonitor prüfen, ob das Verhalten beim eigenen Fahrzeug ebenfalls auftritt.



    Lösung 2: Abklemmen des 12-V-Batterie-Überwachungssensors

    Toyota/Lexus verwenden am Minuspol der 12-V-Batterie einen Sensor, der:

    • Spannung
    • Strom
    • vermutlich Temperatur

    misst und an die Ladesoftware weitergibt.

    Wird dieser Sensor abgeklemmt, erkennt das System einen Fehlerzustand und schaltet in einen „Fail-Safe“-Modus (Sicherheitsmodus).

    Dieser Modus verwendet eine konstante Ladespannung von ca. 14,1 V.

    Das entspricht dem Ladeverhalten älterer Fahrzeuge ohne Smart Charging.

    Dieser Modus ist dauerhaft sicher ausgelegt.

    Durchführung

    • Sensor befindet sich am Minuspol der 12-V-Batterie
    • Stecker vorsichtig am Kunststoffclip lösen
    • Nicht an den Kabeln ziehen

    Der Batteriestandort ist meist im Heckbereich hinter einer Kunststoffabdeckung.

    Wichtig:

    • Keine Warnleuchten erscheinen
    • Jederzeit rückgängig zu machen


    Hier noch ein Tip für die PHEV Besitzer. Punkt 2 ist da sehr interessant. (Kann man ja mal ausprobieren, bin da zwar skeptisch aber vieleicht ist da ja was dran)

    Batterieverhalten nach Sensor-Abklemmen

    Beobachtungen:

    • 14,1 V werden konstant gehalten
    • Plug-in-Ladevorgänge laden nun auch die 12-V-Batterie
    • Vorheizen per App ebenfalls mit 14,1 V
    • Ruhespannung nach 6 Stunden: ca. 12,8 V
    • Nach 3 Tagen Standzeit: ca. 12,6 V

    Das entspricht nahezu 100 % Ladezustand.




    Gesagt getan !

    Ich fahre jetzt seit zwei Wochen ohne Sensor und habe immer eine Ladespannung von über 14V.

    Meine Version mit eingeschaltetem Abblendlicht habe ich für den Zeitraum verworfen.

    Charlie

    Ja, die Fahrzeuge sind sehr zuverlässig. Halb USA und Asien fährt Toyota. Der europäische Markt ist da eher konservativ. Aber Taxiunternehmer haben das jetzt hier mittlerweile auch geblickt, und UBER sowieso. Da fährt fast die ganze Flotte die Hybriden.

    Der Hauptgrund der Batterieprobleme sind meiner Meinung nach in den hohen Standzeiten und dem Kurzzeitbetrieb zu suchen. Viele lassen hier ja nicht die Buchse runter was und wie sie wirklich fahren. Wenn ich schon von 5000 oder 6000 km jährlich höre und dann noch 7km zur Arbeit ist der Fall wohl klar. Da macht ein Hybrid auch wenig Sinn. Von der Wirtschaftlichkeit mal ganz zu schweigen. Oft ist auch ein nicht geeignetes Fahrprofil ein Grund.

    Vermutlich hätten die Personen bei anderen Herstellern die selben Probleme.

    Also, immer schön die Füße still halten, es wird meistens kälter gegessen als gekocht wird.

    mal vielleicht eine blöde Frage: Macht es vielleicht Sinn für die kurzstreckenfahrer sich das KFZ Ladegerät über die 230 Volt Dose am Board anzuschliessen und auf diese Weise die Batterie ausreichend aufzuladen? Oder gibt es da Probleme im System? Ich vermute mal, die meisten hier haben auch eine 230 Volt dose im Kofferraum?! Könnten auf diese Weise einige mit ihrem ungenügend geladenen Batterien die Probleme in den Griff bekommen?

    Diese wahnwitzige Idee solltest du tunlichst verwerfen. Das wird grundsätzlich nicht gemacht.


    Würde gehen macht aber keinen Sinn

    Auch wenn wie hier die Aussage getätigt wird " Würde gehen" Nein geht nicht.

    Es dürfen keine zwei unterschiedlichen Spannungsqellen zum Laden einer Batterie benutzt werden.


    Es gibt nur eine einzige Außnahme. Die Ladegeräte müssen gleichen Typs sein und miteinander kommunizieren können.


    Ich finde es schon echt gefährlich wenn hier Aussagen ohne jegliche Ahnung getätigt werden.

    Hier sind Leute unterwegs die von Elektrotechnik keinen Schimmer haben und womöglich durch solche Aussagen ertüchtigt werden Dinge zu tun die sie am Ende bereuen werden.


    Also nur mit einem modernen seiner Verwendung entsprechendem Ladegerät laden wenn das Fahrzeug ausgeschaltet ist.

    Anbei noch mal die typischen Auslöser. Habe das auch nur koppiert. Machen ja heute alle so. Man muss keine Ahnung haben und nur wissen wo es steht. ;)

    Interessant finde ich Punkt 2 mit dem gealterten Kraftstoff und der Hinweis zu Toyota bei den den Hersteller-Hinweisen.


    Typische Auslöser (je nach Hersteller leicht unterschiedlich)

    Der Benzinmotor springt an, wenn z. B.:

    1. Der Motor lange nicht gelaufen ist

      – meist nach mehreren Wochen oder Monaten reinen E-Betriebs

    2. Kraftstoff altert

      – Benzin älter als ca. 3–6 Monate

      – besonders wichtig wegen Ethanolanteil

    3. Motoröl / Abgasanlage Pflege brauchen

      – um Kondenswasser, Ablagerungen und Korrosion zu vermeiden

      – Katalysator & Partikelfilter müssen auf Temperatur kommen

    4. Außentemperaturen sehr niedrig sind

      – teils zur Unterstützung von Heizung und Abgasnachbehandlung

    5. Herstellerinterne Zyklen erreicht sind

      – z. B. nach X Betriebsstunden oder km seit letztem Motorlauf

    Wie läuft das ab?

    • der Verbrenner startet auch bei vollem Akku

    • läuft 10–30 Minuten oder bis bestimmte Temperaturen erreicht sind

    • manchmal nicht abbrechbar (oder nur eingeschränkt)

    Merkmale, dass es gerade läuft

    • Motor springt „ohne Grund“ an

    • höherer Verbrauch trotz E-Modus

    • Anzeige wie „Motor wird gewartet / Betriebszustand aktiv“

    Hersteller-Beispiele (vereinfacht)

    • VW / Audi / Skoda: Motorpflege bei längerer Nichtnutzung

    • BMW: automatisches Schutzprogramm für Kraftstoff & Öl

    • Mercedes: regelmäßige Verbrenneraktivierung zur Systempflege

    • Toyota: sehr konsequent – Motor läuft relativ häufig zur Selbstpflege

    Kurz gesagt:

    Das Reinigungsprogramm startet nicht nach festen Kilometern, sondern

    nach Zeit, Nutzungsmuster und Systemzustand – vollautomatisch.

    Im Winter gibt es noch einen weiteren Grund warum die Batterie stirbt. Die Minustemperaturen können dazu führen das der Elektrolyt gefriert und die Batterie innerlich zerstört. Bei einem Ladezustand von 20 % ( die bei den Fahrzeugen hier ja keine Seltenheit sind ) reichen da schon -5 Grad. Eine vollgeladene Batterie gefriert erst bei-33 Grad. Wenn dann noch die defekte Batterie mit einem ungeeigneten Lader geladen wird kann es auch mal gefährlich werden. Ob ein Jumpstarter das erkennt wage ich zu bezweifeln. Es ist ein Irrglaube zu denken das Batteriesäure nicht gefriert. Bei Fahrzeugen die selten bewegt werden kann es sogar sein das sich die Säure ( die bekanntlich schwerer ist wie Wasser ) sich im unteren Teil der Batterie absetzt und im oberen Bereich pures Wasser steht. Dann liegt der Gefrierpunkt noch höher. Einen Frostschaden zu lokalisieren ist bei den aktuellen Batterietypen ehr schwierig. Also am besten gleich ne neue kaufen.

    Eigentlich wollte ich mich zu dem Thema hier nicht mehr äußern, aber es gibt ja vielleicht noch Foristen hier die nicht diesem „Mutluwahn“ verfallen sind und dessen Hirne noch aufnahmefähig sind.

    Hast du die Beifahrerseite auch mal gecheckt. Wenn beide Seiten nicht gehen scheint es Systembedingt einen Fehler zu geben.

    Wenn es nur auf der Fahrerseite nicht geht ist vermutlich der kapazitive Sensor defekt.

    Wo ist der Zweitschlüssel ? Hier haben schon Leute beide Schlüssel verbummelt.

    Ich habe vorher noch in die Betriebsanleitung geschaut und da steht „Beim Aufladen einer im Fahrzeug eingebauten Batterie unbedingt das Massekabel abklemmen“

    Das ist nur eine Vorsichtsmaßnahme. Da auch technisch weniger versierte gerne mal selber rumfummeln schützt Toyota sich durch solche Vorgaben.

    Die Fahrzeuge dürfen nur mit modernen Ladegeräten geladen werden, da diese mit allen Schutzfunktionen ausgerüstet sind.

    Das alte ungeregelte Ladegerät vom Oppa darf auf keinen Fall benutzt werden. Geeignete Geräte wurden hier im Forum ja schon vorgeschlagen.

    Des weiteren kann das Lademanagement durch nicht abklemmen des Minus-Pol negativ beeinflußt werden. Am Minus-Pol ist in der Regel der sogenannte IBS-Sensor verbaut. Der Intelligent Battery Sensor misst Spannung Strom und Temperatur der Batterie und die Fahrzeugelektronik errechnet dann den Ladezustand. Wenn jetzt die Batterie zusätzlich geladen wird ist die Messung fehlerhaft.

    Da die Ladecharakteristik aber eh schon schlecht ist kannst du den Punkt schon mal streichen.

    Kauf ein hochwertigen Lader und schließe ihn einfach an ohne den Minus abzuklemmen. Da kann nichts passieren.

    Nach meinen Erfahrungen wird die Spannung nicht geregelt. Sie wird auf 3 verschiedene Level geschaltet. (Ich spreche hier über Erfahrungen mit der 1.Generation)

    Diese, ich nenn sie jetz einfach mal Bordspannung , ist abhängig von verschiedenen Faktoren und wird auf Werte von 12,4V , 13,5V und 14,3V geschaltet.

    Die 12,4V stellen sich ein bei Außentemperaturen über 10°C wenn keine zusätzlichen Verbraucher eingeschaltet sind.

    13,5V stellen sich ein wenn das Fahrzeug in READY ist und der Wahlhebel auf P steht.

    14,3V stellen sich unabhängig von der Außentemperatur ein wenn das Abblendlicht eingeschaltet wird. (Beim Yaris kommt noch die Leistung der Klimaanlage dazu) Oder die Außentemperatur unter 10°C fällt.

    Das heißt im Umkehrschluß das die Batterie bei Außentemperaturen über 10°C bei egal was für einem Fahrprofil am meisten leidet. Du kannst noch so viel Kilometer abspulen und der Zustand ändert sich nicht.

    Von Kurzstreckenbetrieb wollen wir mal erst garnicht reden. Da gibt es dann ganz andere Probleme.

    Beim Yaris XP21 meiner Frau ist das fast identisch.

    Ich fahre morgens immer im dunkeln etwa 25km zur Arbeit und zwischendurch mal nachts. Das reicht so eben aus um die Batterie auf etwa 50-80% Kapazität zu halten. Also zu wenig. Eine Nassbatterie sollte immer voll sein, das schadet ihr am wenigsten.

    Um save zu sein fahre ich meistens mit Abblendlicht und habe immer eine volle Batterie.

    Der ganze Hype um die "Mutlu" Batterien ist meiner Meinung nach völlig unbegründet. Es hat sogar den Anschein das einige Leute hier im Forum schon völlig besessen von den Dingern sind.

    Wer mal richtig recherchiert wird sehen das es diese Probleme bei den Hybriden schon immer gab. Egal welche Batterie verbaut war. Jetzt kommen nur noch immer mehr elektrische Verbraucher die permanent am Akku nuckeln dazu.

    Toyota ist wie Apple. Alte zuverlässige Technik immer neu verpackt. Ich finde Apple gut.