Beiträge von reidrus

    Mittlerweile dürfte es keine Unterschiede in der Qulaität (mehr) geben. In 2017 war mein alter CHR leider völlig zusammengeschludert. Ich galube Toyota Deutschalnd hat über 10T€ (Auftragswert) darein stecken müssen, bis alles richtig funktionierte. (Die Scheibenrissproblematik kam noch oben drauf)

    Aber da hat dann wohl jemand aus der Konzernspitze das TQM erklärt, beim zweiten (CHR) ist es wesentlich besser.

    Ich hoffe aber, dass in Japan gebaute Fahrzeuge doch keine Starterbatterie von Mutlu bekommen ;)

    Wie das schon von vielen zum Thema geschrieben, am Ende muss jeder selbst entscheiden, wie er mit dem Starterbatterie-Problem umgeht.

    Zum Glück gibt es mehrere Lösungswege, vom externen Laden über den Einbau einer anderen Batterie bis hin zum Workaround, den IBS‑Sensor abzuziehen.

    Wenn man allerdings zu einer technischen Veränderung am Fahrzeug rät, sollte man auch die möglichen "Risiken und Nebenwirkungen" ansprechen. Das heutige Bordnetz und Batterien sind deutlich komplexer und empfindlicher als früher und niemand kann alle Wechselwirkungen zwischen Steuergeräten und Funktionen vollständig überblicken. Wenn es so einfach wäre, hätten wir längst eine Lösung von Toyota in Form eines System-Updates. Und unabhängig von allen technischen Diskussionen gilt ein absichtlich abgetrennter IBS aus technischer und rechtlicher Sicht als eine Form der Fahrzeugmanipulation.

    Deshalb kommt dieser Lösungsweg für mich persönlich gar nicht in Frage.


    Viele Grüße & ein schönes Wochenende Euch

    reidrus

    Hallo Mario Lange,

    vollgeladen ist zwar schön und gut, nur es spielt auch eine Rolle, WIE eine Batterie geladen wird. Wie schon gesagt, der Sensor ist nicht umsonst eingebaut und Toyota Ingenieure sind auch nicht komplett auf den Kopf gefallen. Ohne Temperaturmessung lädt das Auto auch bei 30–40 °C Umgebung weiter mit 14,4 V. Batterie altert dabei extrem schnell. Das ist kein Forenmythos, sondern die elektrochemische Realität. Wenn du den Batteriesensor abziehst, entfällt genau diese temperaturabhängige Regelung. Das Auto lädt dann immer mit einer festen Spannung von 14,4 V, egal ob die Batterie 10 °C oder 40 °C hat. 14,4 V ist nicht für Dauerbetrieb gedacht, schon gar nicht bei hohen Temperaturen.

    Zudem werden bestimmte Connected Services (Remote‑Funktionen) beim abgezogenen Sensor abgeschaltet. Wer das verkraftet kann und dafür aber immer eine vollgeladene Starterbaterrie haben will, nur zu. Versteh mich bitte nicht falsch: Ihr könnt gerne das Workaround anwenden, aber bitte nicht behaupten, dass es keine Nachteile hat.



    PS:

    zum Vergleich das Laden mit einem modernen Ladegerät vs. "dummes" Laden mit 14,4 V

    Mehrstufige, intelligente Ladekennlinie mit einer Temperaturkompensation. Typisch sind 8–12 Ladephasen:

    Desulfatierung

    Softstart

    Bulk‑Ladung (14,4 V oder 14,7 V)

    Absorptionsphase

    Analyse

    Recond (optional)

    Float (13,6–13,8 V)

    Puls‑Erhaltungsladung


    VG,

    reidrus

    Diese Aussage gilt vielleicht für ältere Fahrzeuge ohne Hybridsystem.

    Ich weiß nicht, ob du diesen Thread komplett gelesen hast, die 12V Batterie wird NICHT bei einer langen Fahrt vollgeladen, die Software ist der Meinung dies nur alle 20Tage zu machen, ansonsten wird nur (auch bei 180 auf der AB) nur mit Erhaltungsladung geladen (als wäre die Batterie randvoll, was sie aber nicht ist). Dieses Verhalten kann man der Software angewöhnen, wenn der Batteriesensor abgezogen wird, das System schaltet auf Fail safe und lädt altherkömmlich "stromgesteuert" mit 14,2 V, zuerst mit Maximalstrom, der mit steigendem Ladezustand der Batterie gegen 0A geht. Bei einigen Modellen, wie Yaris, tut das System das gleiche bei Licht an.

    Dauerhafte Unterladung tötet jede Bleibatterie. Und Nein, es erscheint keine Fehlermeldung wegen dem deaktivierten Sensor.

    Das Abziehen des Sensors ist ein Hack, um das System zu zwingen, mehr zu laden. Jedoch es ist keine saubere Lösung. Welche Nachteile das für Connected Services hat, wurde schon hier im Forum mal diskutiert. Absolut harmlos ist das halt nicht. Ein Batterieüberwachungssensor (IBS) ist ja nicht umsonst verbaut. Er misst Stromfluss, Spannung, Temperatur und Batteriezustand. Die Daten nutzt das Hybrid-Steuergerät, um die 12‑V‑Batterie möglichst schonend zu laden, weil Toyota die Batterie bewusst nicht voll lädt, um die Lebensdauer zu erhöhen. Dabei sind das Lademanagement und die Batterieauslegung bei vielen neuen Funktionen des Fahrzeugs nicht mehr ausgewogen und veraltet. Mal schauen, wie schnell Toyota dafür eine Anpassung vornehmen kann. Es kann dauern.

    Wenn du aber den Sensor abziehst, hat das Steuergerät keine Ahnung, wie voll die Batterie und lädt sicherheitshalber stärker im Notmodus. Ohne Sensor lädt das Steuergerät eher „dumm“ mit höheren Ladeströmen und höherer Ladespannung. Die schlechte Toyota- Starterbatterie kann dabei sogar noch schneller altern . Es kommen zwar keine sichtbaren Störmeldungen, jedoch Fehlerspeicher-Einträge können schon vorhanden sein. Habt ihr schon beim abgezogenen Sensor den Fehlerspeicher über die OBD 2 Schnittstelle mal ausgelesen? Ich kann schon vorstellen, dass es bei bestimmten Problemen mit der Elektronik zu Schwierigkeiten führen kann. Toyota könnte in worst case argumentieren, wenn solche Einträge im Fehlerspeicher gefunden werden: Manipulation des Energiemanagements, unzulässige Veränderung am Fahrzeug, heißt keine Garantie oder bedeutet eine hohe Selbstbeteiligung bei Reparaturkosten.

    Auf eigene Gefahr kann man das mit dem Sensor schon machen, wenn man keine andere Möglichkeit hat. Ein 12V Erhaltungslader ist dabei eine bessere Alternative und ohne solche Nachteile.


    VG,

    reidrus

    Hallo ce-haer,

    Toyota-App kommuniziert nicht direkt mit dem Fahrzeug, die Verbindung geht IMMER über den Toyota-Server. Das Fahrzeug sendet Daten über seine eingebaute Mobilfunk‑Einheit (Mobilfunk-Modem mit einer SIM-Karte) an Toyota und die App greift dann auf diese Server zu. Man kann den letzten Status auf dem Server zwar ablegen, jedoch jede Interaktion erfordert eine Verbindung zum Fahrzeug. Ich weiß nicht, ob die Umstellung, wie du das beschreibst, überhaupt erforderlich ist. Ich denke, dass die Anzeige des Fahrzeugstatus bereits so konfiguriert ist und keine neue Statusabfrage beim Öffnen der App automatisch erfolgt.

    Wenn du in der App "Fahrzeugstatus anzeigen" anklickst, steht ja oben "Letzte Aktualisierung Datum/Uhrzeit". Auch Km-Stand, Kraftstoff und Reichweite sind mit Datum/Uhrzeit des letzten Abstellens des Fahrzeugs versehen. Wenn man explizit die Ansicht nicht aktualisiert (bei Iphone einmal nach unten ziehen und loslassen), erfolgt auch keine neue Abfrage des Status.


    Deshalb scheint die Aussage deines Toyota-Technikers nur teilweise zu stimmen.

    Ein Statuscheck beim Öffnen der Toyota App weckt das System nicht, benutzen einer Funktion wie Aufblinken etc, schon.


    Viele Grüße,

    reidrus

    Hi SunCo, mich stört das auch und die Funktion ist eindeutig keine gesetzliche Vorgabe. EU‑Pflicht sind nur ISA , Gurtwarnsysteme und Airbag‑/sicherheitsrelevante Warnungen - die müssen nicht durch Fahrer dauerhaft deaktivierbar sein.

    Vielleicht macht das Toyota aus Haftungsangst. Wenn ein Kind, Tier oder Gegenstand im Auto vergessen wird und der Hersteller eine Abschaltfunktion anbietet, könnte er im Schadensfall haftbar gemacht werden. Daher lieber nervig, aber rechtlich sicher. Toyota übertreibt jedoch bei der Funktion. Ich hoffe, dass die Möglichkeit zum Abschalten der Warnung später per Softwareupdate nachgeholt wird, da viele Kunden davon ziemlich genervt sind und Druck machen.


    VG,

    reidrus

    C-HR hat 4 verschiedene Fahrmodi: Normal, Eco, Sport oder Custom. In Custom kannst du separat die Lenkung auf "Sport" einstellen, wenn du nicht immer im Sport fahren willst. Im Sport-Modus ist die Lenkung direkter und weniger leichtgängig.

    VG,

    reidrus

    Hallo mal ne Frage ... wenn ich an meiner Fernbedienung auf den Abschließpunkt 2x drücke was tut sich dann . Ist dann eine Alarmanlage aktiviert

    Das aktiviert normalerweise das sog. Doppelverriegelungssystem (unterbindet die Türentriegelung sowohl von außen als auch vom Innenraum des Fahrzeugs aus, um unbefugten Zugang

    zum Fahrzeug zu verhindern). Wenn die Funktion bei der Ausstattung vorhanden ist, hat man extra Aufkleber an den Fensterscheiben der beiden vorderen Türen.

    VG,

    reidrus