Diese Aussage gilt vielleicht für ältere Fahrzeuge ohne Hybridsystem.
Ich weiß nicht, ob du diesen Thread komplett gelesen hast, die 12V Batterie wird NICHT bei einer langen Fahrt vollgeladen, die Software ist der Meinung dies nur alle 20Tage zu machen, ansonsten wird nur (auch bei 180 auf der AB) nur mit Erhaltungsladung geladen (als wäre die Batterie randvoll, was sie aber nicht ist). Dieses Verhalten kann man der Software angewöhnen, wenn der Batteriesensor abgezogen wird, das System schaltet auf Fail safe und lädt altherkömmlich "stromgesteuert" mit 14,2 V, zuerst mit Maximalstrom, der mit steigendem Ladezustand der Batterie gegen 0A geht. Bei einigen Modellen, wie Yaris, tut das System das gleiche bei Licht an.
Dauerhafte Unterladung tötet jede Bleibatterie. Und Nein, es erscheint keine Fehlermeldung wegen dem deaktivierten Sensor.
Das Abziehen des Sensors ist ein Hack, um das System zu zwingen, mehr zu laden. Jedoch es ist keine saubere Lösung. Welche Nachteile das für Connected Services hat, wurde schon hier im Forum mal diskutiert. Absolut harmlos ist das halt nicht. Ein Batterieüberwachungssensor (IBS) ist ja nicht umsonst verbaut. Er misst Stromfluss, Spannung, Temperatur und Batteriezustand. Die Daten nutzt das Hybrid-Steuergerät, um die 12‑V‑Batterie möglichst schonend zu laden, weil Toyota die Batterie bewusst nicht voll lädt, um die Lebensdauer zu erhöhen. Dabei sind das Lademanagement und die Batterieauslegung bei vielen neuen Funktionen des Fahrzeugs nicht mehr ausgewogen und veraltet. Mal schauen, wie schnell Toyota dafür eine Anpassung vornehmen kann. Es kann dauern.
Wenn du aber den Sensor abziehst, hat das Steuergerät keine Ahnung, wie voll die Batterie und lädt sicherheitshalber stärker im Notmodus. Ohne Sensor lädt das Steuergerät eher „dumm“ mit höheren Ladeströmen und höherer Ladespannung. Die schlechte Toyota- Starterbatterie kann dabei sogar noch schneller altern . Es kommen zwar keine sichtbaren Störmeldungen, jedoch Fehlerspeicher-Einträge können schon vorhanden sein. Habt ihr schon beim abgezogenen Sensor den Fehlerspeicher über die OBD 2 Schnittstelle mal ausgelesen? Ich kann schon vorstellen, dass es bei bestimmten Problemen mit der Elektronik zu Schwierigkeiten führen kann. Toyota könnte in worst case argumentieren, wenn solche Einträge im Fehlerspeicher gefunden werden: Manipulation des Energiemanagements, unzulässige Veränderung am Fahrzeug, heißt keine Garantie oder bedeutet eine hohe Selbstbeteiligung bei Reparaturkosten.
Auf eigene Gefahr kann man das mit dem Sensor schon machen, wenn man keine andere Möglichkeit hat. Ein 12V Erhaltungslader ist dabei eine bessere Alternative und ohne solche Nachteile.
VG,
reidrus